Tag 1, 14.08.2019: Heute geht es endlich los!

Seid meiner Kindheit trĂ€ume ich von einer Reise nach Island. Schon frĂŒh habe ich alles ĂŒber dieses geheimnisvolle Land wie ein Schwamm aufgesogen und Nacht fĂŒr Nacht davon getrĂ€umt wie es wĂ€re dort zu sein. Als ich Ă€lter wurde habe ich angefangen, BĂŒcher und ReisefĂŒhrer, Kalender und Fotografien zu sammeln. Nach dem Abitur wollte ich mir diesen Traum dann eigentlich erfĂŒllen aber immer wieder kam etwas dazwischen, sodass ich irgendwann nicht mehr daran geglaubt habe, dieses Land in den nĂ€chsten Jahren zu bereisen.
Doch manchmal hĂ€lt das Leben ungeahnte Überraschungen fĂŒr dich bereit, du musst nur an Wunder glauben! Denn genau das ist mir passiert: als ich am wenigsten an eine Reise ins ferne Island geglaubt habe, hat sich eine neue TĂŒre aufgetan, die alles verĂ€ndert hat.
Der entscheidende Tag, an dem fĂŒr mich fest stand, dass ich nach Island fliegen werde, war tatsĂ€chlich Anfang des Jahres wĂ€hrend eines Seminares in der UniversitĂ€t. Dort sollten wir alle unsere Ideen fĂŒr unsere Bachelorarbeit prĂ€sentieren, um diese dann zu diskutieren. Mein Themenvorschlag war ein musikalischer Vergleich zwischen den skandinavischen LĂ€ndern. Das war meinem Professor allerdings zu weit gereicht, weshalb er mich fragte, ob ich mir denn auch eine ethnologische Feldforschung vorstellen könnte, er hĂ€tte dafĂŒr besonders Island im Sinn. Ich glaube, ich habe in diesem Moment innerlich vor Freude angefangen zu schreien und konnte das Ende des Seminars kaum abwarten, um mein weiteres Vorgehen zu planen. Das ganze mal in Kurzform: eben dieser Professor betreut jetzt meine Bachelorarbeit, meine Mutter war so begeistert von der Idee, dass sie mich wĂ€hrend der ganzen Zeit tatkrĂ€ftig unterstĂŒtzt hat (ein dickes Danke an dich Mama!) und auch Kontakte ließen sich schnell knĂŒpfen. Und jetzt steht mein Abflug kurz bevor und ich habe das ganze immer noch nicht realisiert: Ich werde heute meinen allergrĂ¶ĂŸten Traum verwirklichen: Ich fliege nach ISLAND!

Da ich das erste Mal allein reise bin ich doch etwas aufgeregt und mir fĂ€llt der Abschied von Deutschland doch schwerer als gedacht. Von DĂŒsseldorf aus fliege ich um 14:00 Uhr deutscher Zeit mit Icelandair etwas mehr als drei Stunden nach Keflavik. Dank meinem Fenstersitz kann ich die wolkenlose Aussicht beim Start genießen und wĂ€hrend des Fluges vertreibe ich mir die Zeit damit, „Oceans 13“ auf Englisch zu schauen.

Auch beim Anflug auf den islĂ€ndischen Flughafen habe ich GlĂŒck: Nur wenige Wolken sind am Himmel und geben somit mehr als einmal einen atemberaubenden Blick auf die Insel preis.

Da wir in Deutschland zwei Stunden vor den IslĂ€ndern liegen, lande ich dort um 15:00 Uhr islĂ€ndischer Zeit. Da ich meinen Mietwagen ĂŒber den ADAC gebucht habe, klappt alles reibungslos und eine halbe Stunde nach der Landung mache ich mich mit dem Auto auf den Weg nach MosfellsbĂŠr, ein kleiner Vorort von ReykjavĂ­k, in dem sich meine Unterkunft fĂŒr die nĂ€chste Woche liegt.

Die Fahrt dauert etwas mehr als 40 Minuten und fĂŒhrt mich zuerst durch die schwarzen, weiten Lavafelder und anschließend durch ReykjavĂ­k, dessen Flair doch deutlich stĂ€dtischer ist, als ich es mir vorgestellt hatte. Schließlich erreiche ich meine Unterkunft, welche ich ĂŒber AirBnB gebucht habe. In der nĂ€chsten Woche werde ich in einem ehemaligen Kinderzimmer bei einem Ehepaar leben, welches gerade sein zweites Enkelkind erwartet. Die beiden sind unglaublich lieb und auch die gesamte Wohnung, welche im skandinavischen Stil eingerichtet ist und von der aus man den Fjord sehen kann und mein Zimmer gefallen mir sehr.

Nachdem ich meine Sachen ausgepackt habe entschließe ich mich noch zu einem kleinen Spaziergang am Fjord entlang, woraus schließlich ein fast 2-stĂŒndiger Spaziergang entsteht. Es gibt hier einfach so unglaublich viel zu entdecken und ich kann gar nicht genug von der wahnsinnig schönen Natur und den sĂŒĂŸen IslĂ€nder Pferden bekommen, die direkt am Wegrand grasen.

Auch die ersten beiden CampingplĂ€tze begegnen mir auf meinem Weg durchs Dorf und ich muss sagen: ordentlich, sauber und natĂŒrlich sind wohl die treffendsten Worte dafĂŒr!

ZurĂŒck in der Unterkunft bin ich schließlich so mĂŒde, dass ich nach ein paar Minuten, in denen ich die Bilder die ich heute gemacht habe, bearbeitet habe, einfach einschlafe.

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