Tag 2, 15.08.2019: ReykjavĂ­k

Als ich heute Morgen aufgewacht bin, hatte mein Kopf Fakt, dass ich mich gerade in Island befinde, immer noch nicht realisiert. Allerdings habe ich auch nicht viel Zeit zum Genießen, da ich mit meinem ersten Interview Partner C. F. verabredet bin. Er wohnt in einer Parallelstraße zur Hallgrimskirche und zeigt mir zuerst, wo ich dort kostenfrei parken kann. Anschließend setzen wir uns in ein sĂŒĂŸes kleines CafĂ© und beginnen bei Tee und Cappuccino mit dem Interview. C.F. ist aufgeschlossen und hat sich sogar auf meine Fragen vorbereitet. Über eine Stunde lang erzĂ€hlt er mir seine Sichtweise auf die islĂ€ndische Volks-, Rock- und Popmusik und ich lerne viele wichtige, interessante und auch neue musikalische Fakten durch ihn.
Anschließend zeigt er mir den Weg zur „Haupteinkaufsstraße“ in ReykjavĂ­k. Da ich bis zu meinem nĂ€chsten Interview noch vier Stunden Zeit habe, bummel ich zuerst ein wenig durch die GeschĂ€fte, bis ich schließlich an der Hallgrimskirche lande.

Was ein eindrucksvolles GebĂ€ude, sowohl von innen als auch von außen! Da ich StĂ€dte gerne aus der Vogelperspektive kennen lerne fahre ich fĂŒr 1000 islĂ€ndische Kronen (das sind etwa 8 Euro) in einem sehr kleinen Aufzug (leider gibt es keine Treppe) hinauf bis zur Kirchturmspitze. Aber das klaustrophobische Aufzugserlebnis hat sich gelohnt: der Blick ĂŒber die Stadt ist einfach atemberaubend! Überall sieht man die bunten HausdĂ€cher, die einem wie fröhliche Tupfen entgegen lachen und ReykjavĂ­k seinen ganz eigenen Scharm verleihen!

Nach dem Kirchenbesuch ist mein Plan eigentlich, das Perlan Museum zu besuchen, welches mir sehr ans Herz gelegt worden ist: leider bin ich sowohl im Entfernungen schĂ€tzen als auch im Kartenlesen nicht die Beste sodass mein Vorhaben klĂ€glich scheitert und ich auf halbem Weg wieder umdrehe. Stattdessen entscheide ich mich fĂŒr einen Besuch im Punk Museum von ReykjavĂ­k: Dabei handelt es sich um ein Museum, welches ein Mann in einer ehemaligen Toilette errichtet hat. Das Museum hat definitiv seinen eigenen Scharm und auch wenn man vielleicht kein großer Verfechter der Punk Szene ist: dieses Museum ist es wirklich wert, besucht zu werden! Leider ist der Eingang nicht wirklich gut gekennzeichnet, weswegen ich erstmal schnurstracks daran vorbeimarschiert bin.

Anschließend kaufe ich einige Postkarten (60-100 ISK/Stk.) in einem sĂŒĂŸen kleinen Laden und bekomme sogar noch eine Geschenkt, „weil heute der Tag des LĂ€chelns ist“ (sagt zumindest der Besitzer). Und auch ein Besuch im BonĂșs Supermarkt mit dem Erwerb von echtem islĂ€ndischen Skyr (Lecker!!!) darf natĂŒrlich nicht fehlen!
Und nun ratet mal wer danach die glorreiche Idee hatte, im strömenden Regen zur berĂŒhmten Skulptur am Hafen zu laufen: richtig, ich
 und natĂŒrlich habe ich mich auf dem Weg dorthin auch noch verlaufen, wie sollte es auch anders sein


Nachdem ich wieder einigermaßen trocken bin treffe ich mich an der Harpa mit Arnar, mit dem ich mein zweites Interview fĂŒhre.

Anschließend nehme ich an dem von ihm angebotenen Music Walk durch ReykjavĂ­k teil, der nicht nur fĂŒr Musikinteressierte eine großartige Option ist, eine neue Seite von ReykjavĂ­k kennen zu lernen.

Da ich um 19 Uhr noch nicht wieder in die Unterkunft zurĂŒck möchte, fahre ich am Abend (diesmal mit dem Auto samt Navi) doch noch zum Perlan Museum, welches heute bis 22:00 Uhr geöffnet hat. Dort ist es zu dieser Uhrzeit ĂŒbrigens angenehm ruhig! Ich bezahle umgerechnet 34 Euro fĂŒr das „All Inclusive“ Paket, in dem sich der Museumseintritt und die Aurora-Film Vorstellung befinden. Das Museum ist in alten Wassertanks erstellt worden und zeigt die Entwicklung der islĂ€ndischen Natur mit vielen kleinen Extras.
Nachdem man das Museum durchquert hat gelangt man zum (meiner Meinung nach) besten Teil: der reellen Nachbildung einer Eishöhle in einem Gletscher samt Eistron. Hier darf man (wie in so gut wie jedem islĂ€ndischen Museum) alles berĂŒhren und fotografieren.
Nachdem ich aus den Minusgraden wieder in das warme Museum komme, startet auch schon der Aurora-Film in einem extra Raum: 360 Grad Filmvorstellung mit dem GefĂŒhl, tatsĂ€chlich unter dem Himmel zu sitzen! Als kostenloses extra kann man auf das Dach des Perlan Museums steigen und hat von dort aus eine unbeschreibliche Sicht auf ReykjavĂ­k und die darum herum liegende Umgebung, da sich das Museum zusĂ€tzlich auf einem HĂŒgel befindet. Wer möchte kann hier ĂŒbrigens in einem sich drehenden Restaurant essen.

Um 22Uhr fahre ich schließlich erschöpft in meine Unterkunft zurĂŒck, begleitet von einem wunderschönen Sonnenuntergang.

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