Tag 4, 17.08.2019: die Südküste

Heute ist mein absoluter Lieblingstag hier in Island: Ich mache nämlich einen Tagestrip an der Südküste entlang bis nach Vík (und wieder zurück). Ein weiterer Traum, der für mich in Erfüllung geht. Denn tatsächlich war es immer dieser kleine Ort, mit dem ich meine Liebe zu Island verbunden habe. Egal ob in Dokumentationen oder Filmen: Vík hat mich schon immer fasziniert.


Nachdem ich auf der Ringstraße in Richtung Süden aufgebrochen bin, muss ich mich ziemlich stark konzentrieren, meinen Blick nicht ständig in durch die Landschaft schweifen zu lassen. Denn eins kann ich mit Sicherheit sagen: hinter jeder Kurve wartet ein neues, unglaublich faszinierendes Landschaftsbild auf euch!


Mein erster Halt auf meiner Südküstentour ist tatsächlich auch Vík. Denn ich habe mich dazu entschieden, alle Wasserfälle und Sehenswürdigkeiten auf der Rückfahrt anzufahren, um zeitlich besser planen zu können.
Schon bei der Anfahrt durch die etwas kurvige und steil ansteigende Straße liebe ich diesen Ort. Die Aussicht von hier Oben auf den Eyjafjallajökull ist atemberaubend schön und die grüne Landschaft lädt einen geradewegs zum Bleiben ein. Auch die andere Bergseite hat einiges zu bieten: Mein Blick schweift über Vík, den schwarzen Strand, den Puffinfelsen und das weite Meer. Wo sonst kann man glücklich sein wenn nicht hier!


Die Kirche auf der Anhöhe über dem Ort ist genauso schön wie auf den Bildern, die ich vorher gesehen habe. Hier steht auch eine Bank, auf der man wirklich gut picknicken kann, während man einfach nur den unbeschreiblich tollen Ausblick genießt. Ein weiterer Punkt auf meiner Liste ist der große Einkaufsladen am Fuße des Hügels. Denn hier gibt es Islandpullover zu kaufen und wer kann da schon widerstehen 😉


Nach meiner Erkundungstour durch den Ort geht es aber trotzdem an ein noch ein klein wenig schöneres, aber gleichzeitig auch sehr gefährliches Stück Natur: den schwarzen Strand (Reynisfjara). Selten hatte ich an einem Ort das Gefühl, endlich angekommen zu sein. Denn hier wollte ich definitiv nie wieder weg! Der schimmernde schwarze Strand, die am Himmelkreisenden Puffins, die unendliche Weite des Meeres und gleichzeitig die Gewissheit, wie gefährlich und gewaltig die Natur sein kann: dies ist mein absoluter Lieblingsplatz! Aber solltet ihr jemals diesen wunderschönen Ort besuchen: Die Wellen kommen und sie sind gefährlich! Die Warnschilder stehen dort nicht umsonst! Dafür aber ein kleiner Tipp: die Anhöhe auf der rechten Seite bietet einen fantastischen Blick auf den gesamten Strandabschnitt sowie den Eyjafjallajökull. Und wenn ihr ganz viel Glück habt erhascht ihr sogar den ein oder anderen Blick auf eine Robbe im Meer 🙂


Meinen nächsten Stop habe ich im Nachhinein tatsächlich ziemlich bereut: ich habe eine Wanderung zum allseits bekannten Flugzeugwrack uternommen. ja ich bin gelaufen. Hin und zurück. Ja es war extrem windig und staubig. Ja es waren viel zu viele Menschen dort. Und nein, das Flugzeugwrack ist extrem unspektakulär. Außerdem kann man es vor lauter Touristen, die darauf herumklettern, kaum sehen.


Verbringt lieber mehr Zeit an meinem nächsten Halt: Skógafoss. Der Wasserfall ist zwar auch von Touristenmassen geprägt, wenn man allerdings die vielen Stufen an der rechten Seite erklimmt, wird man mit einem fantastischen Blick belohnt. Außerdem findet sich oberhalb des Wasserfalls eine tolle Natur mit wunderschönen Wanderwegen, die ich lieber getestet hätte als den Weg zum Flugzeugwrack.


Zwei weitere Wasserfälle, die ich euch nur ans Herz legen kann, sind der Seljalandsfoss und der Gljufurarfoss. Beide sind fußläufig nebeneinander gelegen und für die Camper hier kann ich den davor liegenden Campingplatz nur wärmstens empfehlen! Außerdem kann man hier einmalig sowohl hinter einem Wasserfall entlangspazieren (Seljalandsfoss) als auch einen, hinter Felsen in eine Höhle fallenden Wasserfall (Gljufurarfoss) erkunden.


Abschließend an diesem wundervollen Tag gab es für mich noch ein besonderes Erlebnis: der Freund meines ersten Interviewpartners hat mich zu einem isländischen Lagerfeuer in einer Ruine unterhalb des Perlan eingeladen. Gemeinsam mit etwa 10 Personen haben wir viel Gesungen, jeder hatte in Instrument dabei und für mich gab es das erste Mal geräucherten Lauch mit geschmolzenem Camembert. Auch wenn es vielleicht nicht sehr ansprechend klingt: es ist super lecker! Und besser hätte dieser Tag für mich nicht enden können! 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s