Tag 8, 21.08.2020: Vestmannaeyjar

Heute geht es fĂŒr mich auf die Vestmannaeyar Insel. Bereits vorgestern habe ich hierfĂŒr die FĂ€hrentickets im Internet gekauft. Auf der Fahrt zum Hafen stĂŒrmt und regnet es extrem. Kurz vor meinem Ziel klart es zwar auf – dafĂŒr bekomme ich aber einen islĂ€ndischen Sandsturm ĂŒber die Motorhaube gefegt. Und dann ist da noch dieser LKW vor mir, der mir ziemlichen Respekt mit seiner Fracht einflĂ¶ĂŸt: ich hoffe die IslĂ€nder sichern ihre Fracht normalerweise anders… so einen großen Stein möchte ich nĂ€mlich nun wirklich nicht vor dem Auto haben. Deshalb habe ich auch ziemlich viel Abstand gehalten, das Foto ist ein kleiner herangezoomter Ausschnitt des ganzen Bildes.

Am Hafen angekommen ist der Himmel in Richtung Meer klar und wolkenlos, die Sandwand hinter mir verdeckt allerdings den Blick auf den Eyjafjallajökull. Im HafengebĂ€ude herrscht reger Betrieb – leider fehlt hier aber auch etwas die Organisation. Sowohl die Frau vor mir als auch der Herr nach mir haben das gleiche Problem wie ich: wir alle haben online unsere Tickets gebucht, wurden aber scheinbar nicht im System erfasst. Zum GlĂŒck ist die FĂ€hre nicht ausgebucht und durch meine BuchungsbestĂ€tigung auf dem Handy darf ich trotzdem mitfahren.

Die Fahrt zur Insel ist allerdings nichts fĂŒr Menschen mit einem empfindlichen Magen: das Schiff schaukelt extrem und man spĂŒrt deutlich die rauhe See. DafĂŒr wird man mit vielen kleinen sĂŒĂŸen Inseln und sehr vielen Puffins belohnt.

Um 10:45 Uhr erreichen wir den Inselhafen. Meine FĂ€hre zurĂŒck geht um 14:30 Uhr, sodass ich genug Zeit habe, hier alles mit dem Auto zu erkunden. DarĂŒber, dass ich das Auto mitgenommen habe, bin ich trotz der höheren Kosten ĂŒbrigens sehr froh, denn es windet heftig, auch wenn die Einheimischen der Meinung sind, das sei ja nur ein laues LĂŒftchen. Naja, was soll ich sagen: der Wind ist zumindest so stark, dass er mein Handy in meiner Hosentasche nach außen drĂŒckt und es plötzlich „krtsch“ macht: meine Hosentasche ist gerissen… So viel zum lauen LĂŒftchen ;D

BezĂŒglich der SehenswĂŒrdigkeiten, die man sich unbedingt anschauen soll, folge ich den wunderbaren Empfehlungen der lieben @nordlandverliebt. Zuerst fahre ich zu einer Felsformation, welche aussieht wie ein Elefant. Besonders, wenn man auf den Golfplatz vor dem naheliegenden Campingplatz fĂ€hrt, hat man eine tolle Sicht darauf, ohne eine ĂŒberteuerte Bootfahrt dorthin zu zahlen. Danach fahre ich den Berg zum Puffin Ausblick hoch: Von hier hat man eine unfassbar tolle Aussicht! Anschließend habe ich noch die beiden Vulkane und das Aquarium, welches außerdem eine Tierauffangstation ist, abgeklappert – alles definitiv Spots dich ich jedem nur ans Herz legen kann! Weil ich dann tatsĂ€chlich noch Zeit ĂŒbrig habe, umrunde ich noch einmal die Insel und mache außerdem eine „Stadtrundfahrt“ mit dem eigenen Auto.

ZurĂŒck in ReykjavĂ­k erfĂŒlle ich mir einen weiteren Traum: ich kaufe mir einen echten islĂ€ndischen Pulli. Und ich kann nur sagen: diese Investition lohnt sich allemal! Außerdem wandern noch ein paar Souvenirs fĂŒr Freunde und Familie in meinen Besitz, bevor ich in mein Airbnb zurĂŒckfahre, um meinen Koffer zu packen. Denn am Abend folge ich einer besonderen Einladung: Zwei IslĂ€nder haben mich in einen Irish Pub eingeladen, welcher versteckt in einem Keller mitten in der Stadt liegt und wo Musiker aus aller Welt gemeinsam irische Folksongs spielen. Die Stimmung dort ist ausgelassen, es wird getrunken, getanzt und gelacht. Ich fĂŒhle mich so wohl hier und will gar nicht daran denken, dass es fĂŒr mich in ein paar Stunden zurĂŒck nach Deutschland geht. Was fĂŒr ein grandioser letzter Abend!

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